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12.02.2016 - Schüler wohnen Gerichtsverhandlung bei

Lehrausgang zum Landesgericht Ried im Innkreis am 12. Februar 2016 der Klasse 4B mit Mag. Reinhard Humer begleitend zum Fach Religion

Wir kennen Gerichtsverhandlungen aus dem Fernsehen. Doch direkt durch die Sicherheitsschleuse in ein Gericht zu gehen, den alt-ehrwürdigen Schwurgerichtssaal zu betreten und dem Richter, dem Staatsanwalt, zwei Schöffen, Protokollführerin und Verteidiger gegenüber zu sitzen ist doch etwas ganz anderes. Und dann sind da noch die Angeklagten und die Zeugen sowie Angehörige, die als Zuschauer gespannt verfolgen, wie das Verfahren läuft.

Das erste Verfahren – sexuelle Missbrauchsvorwürfe einer Jugendlichen – mussten wir zwar auf Wunsch der Betroffenen wieder verlassen und so auch erfahren, dass Jugendliche besonderen Schutz in ihrer Persönlichkeit haben und deshalb den Ausschluss der Öffentlichkeit fordern können.

Dafür wurde es im viel länger dauernden Verfahren wegen Drogenmissbrauch und Drogenhandel umso interessanter, da sehr widersprüchliche und sich z.T. auch ändernde Zeugenaussage es nicht leicht machten, zu erkennen, was wirklich Sache war. Dabei erhielten wir allerdings Einsicht in so manche weniger bekannte Lebensverhältnisse einschlägiger Gruppen aus unserer Gesellschaft.

Der Spruch der Richterin gemeinsam mit den Schöffen war uns dann ein interessantes Lehrstück im Umgang mit Schuld, Strafe und Bewährung mit dem Ziel der Resozialisierung und Prävention weiterer Straftaten. Es ist eben nicht gleichgültig, wie wir unser Leben leben.